67. Europäischer Wettbewerb – EUnited: Europa verbindet

Wir gratulieren ganz herzlich Annika Dorbath (5d) und Hannah Spittler (Q12) zur erfolgreichen Teilnahme beim diesjährigen europäischen Wettbewerb „EUnited – Europa verbindet“. An der Wettbewerbsrunde 2019/20 haben insgeamt 22.643 bayerische Schülerinnen und Schüler aus 200 Schulen teilgenommen (www.europaeischer-wettbewerb.de). Unsere Schülerinnen werden im Fach Kunst je mit einem Bayrischen Landespreis ausgezeichnet. Beide zeigen gekonnt, dass dabei nicht nur gestalterische Fähigkeiten, sondern auch innovative Ideen gefragt sind.

So lässt Annika Dorbath (5d) zum Thema „Baba Yaga meets Froschkönig“ die europäischen Märchenfiguren Rapunzel und Arielle zu besten Freundinnen werden. Denn Rapunzel rettet Arielle aus einer lebensbedrohlichen Lage. Der natürliche Lebensraum der Meerjungfrau war nämlich durch die Umweltverschmutzungen derart verseucht, dass diese von dort fliehen musste. Zum Glück findet Arielle letztendlich in Rapunzels Badewanne ein neues Zuhause. Auf der Collage sehen Sie, wie Rapunzel Arielle an ihrem Zopf nach oben zieht. So gelingt es Annika das Thema nicht nur mit Humor, Kreativität und technischem Können umzusetzen, gleichzeitig spricht sie auch so wichtige Themen, wie Loyalität und Achtung vor der Natur an. 

Ebenso setzt Hannah Spittler (Q12) die Aufgabenstellung „Das gemeinsame Haus Europa“ nicht nur zeichnerisch, sondern auch inhaltlich brillant in Szene. Um das tragende Miteinander der Europäischen Union zu verkörpern, gestaltet sie die einzelnen Baukörper in geschwungenen Formen, die Assoziationen zu geöffneten Händen oder Blütenkelchen zulassen. Ihr Kerngedanke ist es, dass die Menschen, symbolisiert durch das Gebäude, die Idee von Europa achtsam in den Händen halten. Die Verbindung zur Natur und somit der wichtigen Aufgabe des Klima- und Umweltschutzes wird durch die natürlichen Materialien und die Spiegelung des Himmels im Glas angedeutet. Gleichzeitig stehen die großen Glasfassaden auch für politische Transparenz in einer demokratischen Gesellschaft.

Den Aufruf des 67. Europäischen Wettbewerbes sich auf das zu besinnen, was uns in Europa verbindet, setzten beide Schülerinnen meisterhaft um, denn die Märchenfiguren von Annika werden wohl von allen europäischen Kindern erkannt, auch wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Und der formschöne Gesamtaufbau des Hauses Europa von Hannah vermittelt dem Betrachter ein Gefühl der Geborgenheit und Harmonie, so wie wir uns ein gelungenes „EUnited“ wohl auch vorstellen.

Carina Streng