Buddhismus zum Anfassen und Hineinfühlen

„Wie? Ich soll versuchen mich selbst nicht zu loben und über andere nicht schlecht zu reden- worüber soll ich dann den ganzen Tag noch reden?“

Dies war unter anderem eine verblüffte Rückmeldung unserer Schüler der 10. Klassen, die im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichtes am 16.3.2016 die Räumlichkeiten des „Sozialen Buddhismus – Lotus Sangha“ in der Friedensstraße besuchten. Dabei erfuhren sie auch von den Gelöbnissen, die man als sozialer Buddhist „nehmen“ kann, wie es da heißt, und nach denen man sich im Alltag zu richten versucht. Frau Edith Battel, die Abtin des Zentrums, stand dabei nicht nur Rede und Antwort, sondern erzählte auch von ihren Problemen, sich an diese Regeln/Bekenntnisse zu halten. „Bei manchen Zeitgenossen bin ich mit diesem für sie neuen Verhalten – nicht über andere lästern – erst einmal auf wenig Verständnis gestoßen – und manchmal fällt mir das auch heute noch schwer, aber der Buddhismus ist ja ein Weg, den man zu gehen versucht. Da gehört scheitern dazu. Aber mein Leben hat sich seitdem positiv verändert.“
Für unsere Schüler war es vor allem eine wertvolle Lernerfahrung inklusive ersten Versuchen, zu meditieren, wie das Buddhisten (und auch Christen!) tun.

Christian Herpich