Die samthaarige Duftesche als Schulbaum – das Dag als Baumpate

Eine „Stink-Esche“ als Schulbaum? – Dag übernimmt Baumpatenschaft im Sieboldswäldchen.
Als wir das zuerst vom Gärtner hörten „Das ist ja lustig, ihr als Schule übernehmt die Patenschaft für eine Stink-Esche“, klang das erst einmal ziemlich verwirrend für unsere Schülervertreter: Samantha Saccoto, Leon Tardy (beide Schülersprecher), Marie Christoph, Otto Zumkeller (Werkstatt „Schulgarten“) und Pfarrer Christian Herpich, als sie am Sieboldswäldchen – gleich neben dem Adamibad – zum offiziellen Einpflanzen und Angießen unseres neuen Schulbaumes ankamen. Den verwirrten Augen der Anwesenden entnahm der Gärtner sofort die Verunsicherung und schob nach, dass der Baum auch „Honigesche“ im Gärtnerjargon heißt, weil er spät im Sommer schön weiß blüht und bei Bienen sehr beliebt ist – was schon einmal wesentlich besser klang.

Spätestens bei der offiziellen Übergabe der Stifterurkunde durch das Gartenamt der Stadt Würzburg durch Frau Balling waren dann alle versöhnt, denn sie übergab uns eine Urkunde, in der der offizielle Name unseres Baumes steht: „Samthaarige Duftesche (Euodia hupehensis)“ – und damit kann man sich doch eher brüsten.
Idee hinter der Baumpatenschaft ist, in Erweiterung des Landesgartenschaugeländes, dauerhaft eine parkähnliche Waldlandschaft, ein echtes buntes „Arborium“ als Naherholungsgebiet und Schutzbereich für Feuersalamander, die dort schon leben, im Sieboldwäldchen zu etablieren und dafür hat unsere Schule gerne einen Beitrag geleistet.
Wir sind gespannt, wie der Baum mal in 20 Jahren aussehen wird, wenn er bis zu 20 Meter groß sein wird, mit rotbunten Beeren im Sommer, und wer sich da so alles in seinem Schatten ausruht. Noch ist er mit knapp 3 m Höhe, den zierlich gefiederten (5-9 Teilblättchen) Blättern und seinem stolzen Spenderschild (Gespendet vom Dag- Hammarskjöld-Gymnasium) noch eher niedlich anzuschauen … wir freuen uns auf Rückmeldungen, wie ihr/Sie den Baum gefunden habt/haben. Direkt neben unserem Baum steht übrigens ein Baum, der dem vorletzten Schulleiter des Schönborngymnasiums, Herrn Verholen, gewidmet ist – also eine wirklich gelungene Nachbarschaft.

Christian Herpich