Exkursion in das Nürnberger Planetarium der 10. Klassen

Im Rahmen der SELF-Tage Physik besuchten die SchülerInnen der 10. Jahrgangsstufe zusammen mit den Lehrkräften Konnerth, Schüle und Hübner und dem Praktikanten Dore am Nachmittag des 23.3.2018 das Planetarium in Nürnberg. Dabei handelt es sich um einen großen Saal mit einer halbkugelförmigen Decke mit digitaler Fulldome-Projektion*.

Themen der Vorführung waren „Der Sternenhimmel von Nürnberg“ und „Sterne“.

Im ersten Teil projizierte der Referent per Knopfdruck das mit Hilfe einer Datenbank berechnete Aussehen des Himmels über Nürnberg zusammen mit einer Silhouette  der Stadt an die Halbkugel über unseren Köpfen, und zwar kontinuierlich vom Zeitpunkt unserer Ankunft bis zum nächsten Sonnenaufgang.  Dazu wurde jeweils die Uhrzeit eingeblendet.
Zunächst waren kaum Sterne zu erkennen. Das restliche Tageslicht und die vielen Lichter der Stadt waren dafür die Ursache. Der Leiter der Vorstellung sprach von „Light Pollution“, also von „Lichtverschmutzung“.
Er verlegte per Knopfdruck den Beobachtungsort von Nürnberg in ein Dorf in ländlicher Umgebung. Das Licht der wenigen Häuser war schwächer als in der Stadt und Sterne waren bereits deutlicher sichtbar. Erneut wechselte unser Standort und wir waren nun in einer völlig unbesiedelten Gegend. Jetzt konnte man den Sternenhimmel klar erkennen und beobachten. Die berühmtesten Sternbilder, wie z.B. der große Wagen, konnten angezeigt werden, indem die zugehörigen Sterne vom Computer mit hellen Linien verbunden wurden. Des Weiteren wurde erklärt, wie man den Polarstern am Nachthimmel findet und welche Tierkreiszeichen gerade zu sehen sind.
Wir konnten beobachten, dass die (Fix)Sterne von der Erde aus betrachtet scheinbar über unsere Köpfe hinweg ziehen; Ursache dafür ist aber die Erddrehung.

Im zweiten Teil der Vorführung bekamen wir einen animierten Film auf dieser  halbkugelförmigen „Leinwand“  zu sehen. Gezeigt wurden unter anderem Informationen zur  Sternentstehung, zu Supernovae und Schwarzen Löchern, zur Milchstraße, zur Oberfläche der Sonne und zur Geschichte der Astronomie.

Nach der Präsentation ging es mit dem Zug und beeindruckenden Bildern im Kopf zurück nach Würzburg.

* „Wenn man von Fulldome spricht, meint man damit, dass nun auch bewegte Bilder, also z. B. Filme, kuppelfüllend gezeigt werden können und nicht nur statische Bilder aus der Überlagerung der Projektion mehrerer Diaprojektoren. Zu den modernen Fulldome-Systemen gehört auch eine astronomische Datenbank, mit der man sich sozusagen frei im Universum bewegen kann. Damit werden Flüge durch das Sonnensystem, zu anderen Sternen und aus der Milchstraße heraus möglich. Durch die 360°-Darstellung ist man als Zuschauerin und Zuschauer mitten drin im Geschehen.“ [Planetarium Nürnberg]

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