Sozialkunde

Schulleben 2017/2018

Soziale Aktionen und Praktika am Dag

Aufgrund des evangelischen Bildungsverständnisses und des sozialwissenschaftlichen Zweiges an der Schule legen wir besonderen Wert auf Soziale Aktionen und Sozialpraktika, um den SchülerInnen sowohl Erfahrungswerte in der Gesellschaft als auch Wertschätzung ihres Beitrages zu ermöglichen. Daher gestaltet sich unser Konzept in diesem Punkt wie folgt:

  • Soziale Aktionen in der 5. bis 7. Jahrgangsstufe: jeweils ca. 12 Stunden pro Schuljahr
  • Soziale Aktionen in der 8. bis 10. Jahrgangsstufe: insgesamt 30 Stunden (Portfolio, Materialien weiter unten)
  • Sozialpraktika in der 10. Jahrgangsstufe
    • alle Zweige: eine Woche während der Schulzeit (Ansprechpartner: Herr Herpich)
    • WSG-S-Zweig: zwei Wochen in den Ferien (kann bereits in der 9. Klasse beginnen; Praktikumsbericht)

Ansprechpartner: Frau Schleifer und Herr Herpich (einwöchiges Praktikum in der 10. Jahrgangsstufe) 

Die Formulare für unsere Sozialen Aktionen (8.-10. Klasse) finden sich hier:

Lehrkräfte, die am Dag das Fach Sozialkunde unterrichten, sind: Herr Popp, Frau Schäfer, Frau Schleifer, Herr Wahler 

Selbstverständnis des Faches

Das Fach Sozialkunde ist als Leitfach der politischen Bildung am Gymnasium Pflichtfach für alle Schüler in den Jahrgangsstufen 10 mit 12. In seinem Zentrum stehen der Mensch als soziales und politisches Wesen (Zoon politikon), die wichtigsten Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die demokratische Gestaltung der staatlichen Ordnung und die Mitgestaltung der internationalen Politik. Übergeordnete Zielsetzung ist, die Schüler auf der Grundlage des Menschenbildes der Demokratie zu eigenverantwortlichem Handeln, Urteilsfähigkeit und zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft zu erziehen. Der Unterricht vermittelt den Schülern die Fähigkeit, gegenwärtiges Geschehen im nationalen wie internationalen Rahmen auf historische Entwicklungen zu beziehen. Als Orientierungshilfe werden Kategorien zum Verständnis der komplexen Welt der Gegenwart sowie des aktuellen Geschehens erarbeitet. Gestaltungsspielräume und alternative Lösungsansätze für die Bewältigung aktueller und künftiger Probleme werden aufgezeigt und erörtert. Das Fach Sozialkunde trägt zum Aufbau eines individuellen Wertesystems bei, das ethische Maßstäbe für die eigene Lebensführung setzt, sich auf Demokratie, Frieden und Freiheit als fundamentale Prinzipien, insbesondere auf die Achtung der Menschenwürde sowie der Menschen- und Bürgerrechte, gründet und die Ablehnung extremistischer Grundhaltungen einschließt. Den Schülern wird durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Welt- und Menschenbildern und mit freiheitsgefährdenden Gegenmodellen zur Demokratie die Notwendigkeit der Wertgebundenheit der Demokratie einsichtig. Konfliktfähigkeit und Kompromissbereitschaft werden gefördert. Die Thematisierung unterschiedlicher Lebensformen und Vorstellungen sowie der immer wieder zu leistende Perspektivenwechsel tragen entscheidend zur Herausbildung von Empathiefähigkeit und interkultureller Toleranz bei.

Ziele und Inhalte

Sozialkunde vermittelt die Kenntnis des gesellschaftlichen Systems und seiner Entwicklung sowie des politischen Prozesses auf nationaler wie internationaler Ebene. Daneben erwerben die Schüler auch eine Reihe fachspezifischer Kompetenzen und Fertigkeiten. Einen Überblick über die Inhalte der Jahrgangsstufen 10 mit 12 gibt die folgende Übersicht. Im zweistündigen Profilfach Sozialkunde werden die Themen der Jahrgangsstufen 11 und 12 vertieft behandelt.

Jgst. Inhalte
10
  • Grundlagen unserer Verfassungsordnung
  • Mitwirkungsmöglichkeiten in der demokratischen Gesellschaft im Überblick 
  • Grundzüge der politischen Ordnung in Deutschland
  • Fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt mit Geschichte 
11
  • Struktur und Wandel der Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland
  • Grundzüge politischer Systeme der Gegenwart 
12
  • Europäische Einigung
  • Frieden und Sicherheit als Aufgabe der internationalen Politik 
  • Herausforderungen für die Politik in einer globalisierten Welt 

Sozialkunde am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium

Im Fächerkanon des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (WSG) übernimmt das profilbildende Fach Sozialkunde die Aufgabe, ein vertieftes Verständnis für gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu vermitteln. Die größere Stundenausstattung, ggf. auch im Profilbereich, erlaubt eine breitere Vermittlung. In der sozialwissenschaftlichen Ausrichtung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (WSG-S) ist Sozialkunde Kernfach. Als solches hat es, zusammen mit dem eng mit ihm in Verbindung stehenden Fach Sozialpraktische Grundbildung maßgeblichen Anteil an der Profilbildung. Sozialkunde liefert einerseits die Grundlagen zu vielen Themen des Faches Sozialpraktische Grundbildung und greift andererseits dessen Fragestellungen auf. Verknüpfungen und Abstimmungen zwischen den beiden Fächern sichern in den Jahrgangsstufen 8 mit 10 den Blick auf die soziale und politische Wirklichkeit. So erwerben die Schüler in allen drei Jahrgangsstufen des WSG zusätzliche Kenntnisse und Erfahrungen zu psychologischen und pädagogischen Grundlagen sowie zu rechtlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und historischen Rahmenbedingungen für die politische und soziale Arbeit. Soziale Wahrnehmung und soziales Handeln können während der in den Jahrgangsstufen 8 mit 10 vorgesehenen Praktika in Sozialpraktischer Grundbildung erprobt und entwickelt werden. Die Kombination von sozialkundlichen Themen mit dem Blick auf die soziale Praxis und mit eigenem Handeln eröffnet zusätzliche Chancen. Vor allem lassen sich auch soziale Kompetenzen überprüfen, ausbilden und fördern.

Die Inhalte des Faches für die Jahrgangsstufen 8 mit 10 am WSG sind der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Jgst.      Inhalte
8
  • Der Einzelne als Teil der Gemeinschaft
  • Jugendliche Lebenswelten
  • Konflikte und Konfliktregelung
  • Politik als ständiger Versuch der Problemlösung für Gesellschaft und Staat
9

 

  • Toleranz und soziale Integration als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben
  • Jugend und Medien
  • Leben in Europa
  • Gesellschaftlicher Wandel am Beispiel des Verhältnisses der Geschlechter
10
  • Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens
  • Mitwirkungsmöglichkeiten in der demokratischen Gesellschaft
  • Die politische Ordnung in Deutschland: das politische System der Bundesrepublik Deutschland; politisches Leben und staatliche Ordnung im Freistaat Bayern
  • Fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt mit Geschichte
  • Lebensgestaltung im 21. Jahrhundert (nur im Profilbereich)