Faribault-Austausch – ein Erfahrungsbericht von Benjamin Beeh

Ich habe zwei Mal am Austauschprogramm unserer Schule mit der Faribault High-School teilgenommen. Der Austausch findet im Zweijahresrhythmus statt und ich habe 2012 zum ersten Mal teilgenommen. Seitens unserer Schule wird das Programm von Frau Sagur betreut, da in den letzten Jahren immer weniger SchülerInnen teilnehmen, findet der Austausch zusammen mit dem Gymnasium Veitshöchheim statt, welcher von Frau Sagurs Mann, Herrn Sagur, organisiert wird.
Das Austauschprogramm besteht aus dem Besuch der Amerikaner in der Schweiz und Deutschland im Anschluss an unsere Pfingstferien, im September fliegt die deutsche Gruppe dann nach Faribault und verbringt auch einige Tage in South Dakota und Chicago. Die amerikanischen Austauschschüler sind zuerst eine Woche in der Schweiz und dann 2 Wochen lang bei ihren deutschen Gastfamilien, die einen großen Teil der Freizeit mitbestimmen. Während dieser Zeit gibt es viele Möglichkeiten, sich besser kennenzulernen und um eine Verbindung zueinander aufzubauen. Im Gegenzug wohnen die deutschen Schüler zwei Wochen lang bei ihrer amerikanischen Gastfamilie, gehen mit den Austauschschülern in die Schule und fahren nach South Dakota in den Custer State Park, dort besichtigen sie beispielsweise den weltberühmten Mount Rushmore. Für einen gelungen Abschluss sorgen die letzten Tage der dreiwöchigen Reise, denn diese verbringen die Teilnehmer in der Millionenstadt Chicago.
Der Austausch hat mir die Chance gegeben, die amerikanische Kultur und Geschichte besser kennenzulernen. Durch ihre freundliche und offene Art sind mir die Amerikaner schnell sympathisch geworden, der lockere und freundschaftliche Lebensstil in der Kleinstadt Faribault hat dies sogar noch verstärkt. Zum Beispiel bei der Schnitzeljagd durch Faribault sind mir die Menschen mit einer Hilfsbereitschaft, die man von den meisten Deutschen nicht kennt, begegnet. Trotz der hohen Zahl an Somaliern, die die Faribault High School besuchen und in Faribault leben, erschien mir das Stadtbild eher konservativ.
Die Freizeit mit meiner Gastfamilie habe ich sehr genossen, da es immer etwas Neues zu entdecken gab, das es in Deutschland so nicht gibt, oder so nicht erlaubt ist. Darunter waren Aktivitäten wie Schießen im eigenen Garten, Quad fahren, oder ganz gemütlich mit der 84´er Corvette meines Austauschschülers die Stadt erkunden. An jeder Ecke gibt es Fastfood Restaurants, bei denen man sehr billig essen kann und sogar noch einen besseren Geschmack, als zum Beispiel beim deutschen MC Donalds, gratis dazu bekommt. Natürlich gibt es aber auch Restaurants, die unseren sehr ähneln und in denen man auch gesund essen kann.
Wenn ich die Chance dazu haben sollte, würde ich sehr gerne wieder in die USA gehen, um dort beispielsweise ein Jahr lang zu arbeiten oder um ein Auslandssemester zu absolvieren.

Benjamin Beeh, 2014