Medienabend: „Wir wollen doch nur spielen!“ – Darüber müssen wir sprechen!

Viel los war am Dienstagabend am Dag-Hammarskjöld-Gymnasium in Würzburg. Mehr als 80 Eltern waren der Einladung der Schule gefolgt, sich über das Onlineverhalten ihrer Kinder auszutauschen.

Mit Franziska Becker von der Suchpräventionsfachstelle der Stadt Würzburg und Felix Hofmann vom Stadtjugendring Würzburg konnten zwei Referenten eingeladen werden, die sich intensiv mit der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Die beiden Pädagogen gaben anhand aktueller Studien einen Überblick zum Onlineverhalten von Kindern und Jugendlichen.

Die beiden Experten erklären die Problemlage

Reges Interesse füllte den Musiksaal

Zudem erklärten die beiden Pädagogen, was Jugendliche online machen, warum Soziale Medien und Digitale Spiele so faszinierend sind, wann Onlineverhalten problematisch ist und sogar zur Sucht werden kann. Im Anschluss ergab sich eine interessante Diskussion. Einige Eltern berichteten aus ihrem Alltag zu Hause und der Schwierigkeit, ihre Kinder vom „Zocken“ abzuhalten, ohne Verbote aussprechen zu müssen.

Gerade das Spiel „Fortnite“ ist bei Kindern und Jugendlichen aktuell sehr beliebt und wird sehr intensiv gespielt. Viele Eltern nehmen dies als Problem wahr und suchen nach Lösungen. Ein „Patentrezept“ gibt es nicht, so die Botschaft der beiden Pädagogen. Gemeinsame Medienzeiten zu vereinbaren, sich für die Spiele und Netzwerke zu interessieren und mit den eigenen Kindern darüber zu sprechen, waren beispielsweise Tipps an die Eltern. „Wir sehen den heutigen Abend als einen Anfang, sich über ein Thema auszutauschen, das viele Emotionen und Irritation hervorruft“, fasste Frau Klee zusammen.

Medienpädagogische Projekte mit den Schülerinnen und Schülern der Schule sollen noch in diesem Schuljahr folgen.