Thomas R. Haub von der EU-Kommission am Dag-Hammarskjöld-Gymnasium

Im Rahmen des Projekts „Back to School“ kam der EU-Beamte zurück in „seine“ Schule und diskutierte mit Schülern der 10. und 11. Klassen

Alle fünf Jahre steht der Würzburger Thomas R. Haub, der seit 27 Jahren in Brüssel lebt und arbeitet, wieder in der Schule, als Referent. Im Rahmen des Projekts „Back to School“ (zurück in „seine“ Schule) kam Haub jetzt wieder an das Dag-Hammarskjöld-Gymnasium. Ziel des Programms: Mitarbeiter der EU kehren in ihre „alten“ Schulen zurück, informieren vor den Europawahlen am 23.-26. Mai 2019 – parteipolitisch neutral – über die Arbeit von EU und EU-Kommission und berichten über ihre Arbeit in der Europametropole.

Thomas R. Haub hat das Abitur im Juni 1980 am Abend-Gymnasium absolviert, das damals zum Mozart-Gymnasium gehörte, jetzt eine der Vorläuferschulen des Dag-Hammarskjöld-Gymnasiums. Nach dem Studium arbeitete Haub in Brüssel ab 1992 zunächst für die Bayerische Vertretung in der EU-Hauptstadt, dann sechs Jahre für Abgeordnete im Europa-Parlament und seit 2001 ist er Beamter der EU-Kommission. In der Generaldirektion Telekommunikation ist er zuständig für Forschungspolitik, zuvor war er mehrere Jahre in der Generaldirektion Information zuständig für das e-call-Notrufsystem, das seit 2017 in alle neu auf den Markt kommenden Automodelle eingebaut wird. Anschaulich erklärte Haub den Schülern, wie Entscheidungen u.a. über Fördermittel in dem Milliarden-Haushalt fallen und machte auch deutlich, wie sehr in Brüssel nationale Interessen in europäische Programme bei Mitarbeitern aus mehreren Mitgliedsstaaten hineinspielen, wie aber auch Würzburg und beispielsweise seine Universität von den Fördergeldern aus Brüssel profitieren. Auch die aktuellen Themen wie Urheberrecht und Datenschutz wurden erörtert, es gab einen regen Dialog zwischen dem ehemaligen Schüler und den aktuellen Schülern der Schule.

Wie wichtig die EU und ihre Weiterentwicklung sind, machte Haub in seinem knappen Schluss-Statement deutlich: „Wenn wir nicht Europa bauen, bauen wir ab.“

Einen Teil seiner Würzburger Gesprächspartner vom „Dag“ wird Thomas R. Haub Mitte Oktober in Brüssel wieder treffen. Denn seit eineinhalb Jahrzehnten ist Thomas Haub Referent bei den Oberstufen-Fahrten des Dag-Hammarskjöld-Gymnasiums nach Straßburg, Luxemburg und Brüssel. Dabei trifft Haub im Besucherzentrum der EU-Kommission Brüssel neben jährlich wechselnden künftigen Abiturienten auch immer wieder ehemalige Lehrkräfte, wie Dr. Hans Steidle und Josef Linsler. Und die fragt er dann nach dem offiziellen Teil, wie sich beispielweise das neue Hubland-Viertel in Würzburg entwickelt, schließlich will er auch wissen, was in der Stadt am Main passiert.

 WOHU