Weimarfahrt der Deutschkurse

Am 25. und 26. Februar 2019 besuchte unsere Q11 zusammen mit Frau Huber, Herrn Popp und Frau Heuring die Kulturstadt Weimar.
Im Folgenden erzählen einige Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke zu den verschiedenen Stationen dieser insgesamt sehr gelungenen, informativen und abwechslungsreichen Fahrt.

  1. Tag

Es war 15 Uhr, die Stadt schien wie leergefegt, als wir Augenzeugen eines Duells der deutschen Dichter schlechthin vor dem Weimarer Theaterplatz wurden – Goethe und Schiller.

Rivalität oder Freundschaft?

Vielleicht kam es uns auch nur so spannend vor in der Hochburg des Dichtertums. Aber sicher ist, dass unsere Stadtführerin ihr Bestes gab, um unseren Tag in Weimar so interessant wie möglich zu gestalten. Zunächst führte unsere Reise zum trauten Heim des Mannes, der Weimar zu einer der wichtigsten Städte der deutschen Geschichte machte – Goethe. Der Weg dorthin ging entlang am Haus seines Rivalen – Schiller, über den wir an dieser Stelle auch einige interessante Informationen erhielten. Aufgeklärt über die vielen Museen der großen Dichterfürsten führte unsere Reise weiter zu Johann Wolfgangs Gartenhaus. Einige Meter davon entfernt steht das Weimarer Bauhaus (wir reden hier nicht von einem Baumarkt, sondern von der Geburtsstätte wahrer Designobjekte). Vorbei an der Bibliothek Anna Amalias führte unser letzter Stopp uns an die Fürstengruft, welche die Begräbnisstätte der Fürstenfamilie des Hauses Sachsen-Weimar und auch die letzte Ruhestätte der Dichterfürsten Schiller (zumindest formal) und Goethe ist. (Fabian, Benjamin)

Bereits am ersten Abend unserer Ankunft besuchten wir das Theaterstück „Lotte in Weimar“, das im nebenanliegenden Hotel „Elephant“ spielt. Das Stück handelt von der um 44 Jahre gealterten Charlotte Kestner (Charlotte Buff – bekannt aus „Die Leiden des jungen Werther“), die in der Hoffnung, Goethe wiederzusehen, nach Weimar reist, um ihre Schwester zu besuchen. Die Stimmung in der Gruppe war gemütlich und harmonisch, auch wenn die Darbietung polarisierte. (Tim, Felix, Johannes)

  1. Tag

Goethes Wohnhaus

Ausgestattet mit Audio-Guides begann die Tour im Innenhof, in dem man die Möglichkeit hatte, sich einen Film anzuschauen, der von der Architektur des Hauses handelt. Über das Treppenhaus, dem man sein Alter anhören konnte, gelang man in Goethes Wohnbereich. Dort gab es viele Zimmer, unter anderem die Wohnräume von Goethe und Goethes Frau Christiane sowie verschiedene reich beschmückte Ausstellungsräume. Hier fielen vor allem die vielen Büsten und Statuen und die sogenannten Majolikas, bemalte Teller, auf. Die Tour endete an Goethes Arbeitszimmer und seiner Privatbibliothek. Wir konnten auch in sein Schlafzimmer schauen, wo er 1836 in einem Sessel gestorben ist. (Elisabeth, Julia, Benjamin)

Das nennen wir doch mal ein fesselndes Museum 😉

Schillers Wohnhaus

Für einen Teil von uns stand am Tag 2 unserer Fahrt der Besuch des Schiller-Hauses an. Interessiert hörten wir hier vieles über Friedrich Schiller. Highlight waren viele Original-Schriften und eine teilweise originale Möblierung. Zu Füßen von Schillers Schreibtisch endete unsere Führung, die keine Wünsche offenließ. (Josef, Justus, Konstantin, Tim)

 

 

 

 

Konzentrationslager Buchenwald

Nach den kulturellen Höhenflügen besichtigten wir am Ende auch das KZ Buchenwald. Dort wurden wir mit Audio Guides ausgestatten und uns wurde ein Film über die Geschichte des KZ gezeigt. Anschließend durften wir uns frei auf dem Gelände bewegen. Zu allen wichtigen Orten dort konnten wir uns über den Audio-Guide informieren. Am bewegendsten war unserer Meinung nach das Krematorium, wo sogar die Verbrennungsöfen zu sehen waren, was natürlich in der ganzen Gruppe große Bestürzung hervorrief. Abschließend kann man sagen, dass unser Wissen erweitert wurde und der Besuch sehr lohnenswert war, auch wenn er mit vielen erschütternden Emotionen und Fakten verbunden ist. (Sebastian, Philipp, Justin)