Zur Verabschiedung Herrn Bersts: Der Schule ein menschliches Gesicht gegeben und offen für Neues

Hermann Berst hielt den Kurs beim Transformationsprozess:

Der Schule ein menschliches Gesicht gegeben und offen für Neues

Seit 2008 war Hermann Berst Schulleiter im Gymnasium am Frauenlandplatz, das 2011 den Träger und 2012 den Namen gewechselt hat

VON WOLFGANG O. HUGO

Als Hermann Berst, der am Dienstag als Schulleiter des Dag Hammarskjöld-Gymnasiums in die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet wurde, im September 1985 seinen Dienst als Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik aufnahm, heiß seine Schule Mozart-Gymnasium, Träger war die Stadt Würzburg, Standort Maxstraße 2. 2001 wurde daraus das städt. Mozart-Schönborn-Gymnasium, Standort Frauenlandplatz. Im Herbst 2011 übernahm das evang. Dekanat die Trägerschaft. Ein Jahr später, im Juli 2012, bekam die Schule nach einem umfangreichen Namensgebungsprozess aller Beteiligten den Namen des 2.UN-Generalsekretärs und Friedenspreisträgers Dag Hammarskjöld (1905-1961). Hermann Berst, seit November 2008 Schulleiter, gelang es dabei, einen „Transformationsprozess“ zu fahren, mit dem aus der städtischen Schule eine kirchliche Schule wurde, die besonderen Wert darauf legt, aus jungen Menschen sozialverantwortliche Persönlichkeiten zu machen und die Integration in vielerlei Gestalt  fördert.

Wie sehr Hermann Berst als Schulleiter das Gesicht der Schule geprägt hat und mit seiner besonnenen und gleichzeitig offenen Art die Schule ohne Turbulenzen durch die Transformation geführt hat, wurde in allen Reden bei der Verabschiedung in der Aula deutlich. Dekan Dr. Edda Weise als Vertreterin des Trägers bescheinigte Berst ein erfolgreiches Wirken, ebenso Marion Schäfer-Blake, Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, die den gelungenen Übergang und die Sicherung des Schulstandortes, – an dem sie übrigens selbst Abitur gemacht hat – hervorhob. Vertrauensvolle Zusammenarbeit lobte Monika-Zeyer-Müller, Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken, ebenso wie Dr. Bernhard Petry von der Evangelischen Schulstiftung (Nürnberg). Offene Türen und immer ein offenes Ohr für die Anliegen von Schülern, Eltern und Kollegen bescheinigten die Schülersprecher Helena Triphan, Sebastian Jahreiß und Luis Schmitt, der Vorsitzende der Mitarbeiter-Vertretung (MAV) Christian Lang, ebenso wie Dr. Klaus Pieger, Vorsitzender des Elternbeirats. Die Elternvertretung hatte sich zwei besondere Abschiedsgeschenke für Berst ausgedacht: Einen Miniaturbagger und einen Bauhelm, als Symbole dafür, dass man auf einen baldigen Beginn der Generalsanierung und des Umbaus der Schule hofft.

Herr Berst bei seiner Verabschiedung von der Schulfamilie

Mit „Standing Ovations“ wurde Hermann Berst, Schulleiter des Dag Hammarskjöld-Gymnasiums, in der Aula der Schule am Frauenlandplatz verabschiedet

Zwei Chöre und das Orchester unter der Leitung von Christina Steinberger und Christian Lang lockerten die Veranstaltung auf, am Ende steuerten die „Dag-Tunes“, eine Lehrerband, eine von Benedikt Popp bearbeitete Version des Stückes „Heimweh“ von C. Francois und J. Revaux bei.  

Rückblickend bilanzierte Berst seine Erfahrungen aus über einem Jahrzehnt an der Spitze der Schule und die Zeit des Übergangs und meinte „manche Schwierigkeiten waren nicht vorhersehbar.“ Gleichzeitig erinnerte er an den Satz: „Wer hoch hinauswill, muss lange beim Fundament verweilen“, bevor er vielen Stellen und Personen dankte, mit denen er immer vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. Zum Abschluss seiner Dankrede zitierte Hermann Berst den Namenspatron der Schule, Dag Hammarskjöld: „Dem Vergangenen sei Dank, dem Kommenden ja.“

(WOHU)